Steinreich e.V.

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27. Juli 2018 | 19:19 Uhr

Trockenheit macht Landwirten zu schaffen

Früher Erntestart für die Aroniabeeren

 

SchöneicheRund vier Wochen früher als in den vergangenen Jahren startete gestern die Ernte der Aroniabeeren auf der Plantage des Bio-Obsthofes Frehn GmbH & Co. KG in Schöneiche (Gemeinde Steinreich). „Obwohl wir die Sträucher ständig bewässern, sind die Beeren in diesem Jahr deutlich kleiner. Von Birgit Keilbach


Sie sind nicht optimal versorgt“, erläuterte Landwirt Heinz-Peter Frehn. Denn auch die Sonnenhitze wirke sich auf das Wachstum negativ aus.


Belief sich der Ertrag im vergangenen Jahr auf 5,5 Tonnen je Hektar, erwartet er für 2018 rund 20 Prozent weniger. Aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit war der Aufwand für die Bewässerung besonders hoch. „Die Stromrechnung dafür beträgt bereits 100 000 Euro“, verdeutlichte der Landwirt gegenüber Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger, der sich bei Öko-Landwirtschaftsbetrieben in der Region über die aktuelle Situation informierte.

Im Jahr 2012 begannen Heinz-Peter und sein Sohn Christoph Frehn mit den Pflanzungen der Aronia-Sträucher. Aus anfangs 20 Hektar wurden inzwischen 140 Hektar. Damit befindet sich in der Gemeinde Steinreich die im Land Brandenburg größte Plantage dieser Beeren. Geliefert werden die Früchte an die Aronia Original Naturprodukte GmbH in Dresden. 

Die Familie hat ihre ursprünglich auf Bio-Einlege- und Schälgurken konzentrierte Produktion in den vergangenen zehn Jahren deutlich verbreitert. „Die Hälfte der Biogurken wird in Norddeutschland verarbeitet, verkauft werden sie hauptsächlich in Bayern und Baden-Württemberg.“ Exportiert werde auch ins Ausland. Die Bioproduktion sei jedoch immer ein hohes Risiko. „Ohne den konventionellen Anbau wären wir nicht wirtschaftlich“, stellte der Landwirt heraus.

Auf den Flächen des Biohofes Schöneiche wachsen inzwischen 15 weitere Früchte heran, darunter Kürbis, Rauhafer, Buchweizen und Öllein. Auf den über 320 Hektar des Bio-Obsthofes werden auch Sanddorn, Johannisbeeren und Hagebutten geerntet.



Quelle: Lausitzer Rundschau